Kurzzeit- vs. Langzeittherapie

Kurzzeittherapie (KZT, tiefenpsychologisch fundiert)

25 Sitzungen. 1x wöchentlich im Sitzen. Privat und gesetzlich Versicherte und Selbstzahler. 

Unterschiedliche Psychotherapien helfen bei verschiedenen seelischen Störungsbildern. Das zeigt die Psychotherapieforschung. Die meisten Studien zur KZT haben jedoch nur kurze Nachbefragungsintervalle von maximal einem Jahr und können (noch) keine längerfristige Wirksamkeit der KZT nachweisen. Behandlungen von kurzer Dauer sind für viele Störungsbilder nicht ausreichend, z.B. chronisch depressive oder somatische Störungen, Persönlichkeitsstörungen, kombinierte Störungen (Fonagy 2002; Markgraf 2009; Gunderson & Gabbard 1999; Rabung & Leichsenring 2012).

Gut geeingnet bei: akuter Krisenintervention, "leichten" Störungen und/oder zur Überprüfung der Indikation. 

Langzeittherapie (LZT)

ab 80 Sitzungen (siehe tiefenpsychologisch fundierte / analytische Therapie)

Patienten mit Achse-2-Störung (z.B. Persönlichkeitsstörungen) können von LZT profetieren; Das zeigen Studien internationaler Art (z.B. Kopta, Howard Lowry & Beutler). Der Therapieerfolg ist langfristig bezüglich Arbeitsfähigkeit, Funktionsniveau und Symptomatik; dies belegen naturalistische Langzeitstudien (Steffanowski, Kramer, Fembacher et al. 2014; Strauß, Lutz, Steffanowski et al. 2013). In der ambulanten Praxis werden meist Patienten mit komplexen und/oder chronifizierten Störungen therapiert (Steffanowski, Kramer, Fembacher 2014; Jakobson, Rudolf, Brockmann et al. 2007).

Gut geeignet bei: Selbstwertstörungen und Depressionen, Persönlichkeitsstörungen, schwerere Symptomatik, (chronische) Zwanghaftigkeit, mangelhafte Impulskontrolle, Drogen und Alkohol in der Vergangenheit, Suizidversuche, Suizidalität bzw. Störungen, die einer umfassenden Umstrukturierung oder Nachreifung benötigen.